Flink durch die Nacht

Schauen wir doch noch ein paar Tage weiter zurück, genauer gesagt auf den 20.12.2016. Es war der letzte Berufsschultag für uns vor unserem Urlaub und für mich stand schon länger fest, dass ich über Weihnachten nach Hause fahre. Da ich nicht damit gerechnet habe, dass wir früher Schluss haben als sonst, war die Reise erst am Abend angesetzt, um so schnell wie möglich "unten" zu sein. Genutzt werden sollte die neue Direktverbindung am Abend von Hamburg-Altona nach Basel SBB. Die Reiseplanung war somit Folgende:

Bremen Hbf ab 20:44 Uhr IC 209
Freiburg (Breisgau) Hbf an 05:29 Uhr  
       
Freiburg (Breisgau) Hbf ab 05:35 Uhr RB 17201
Titisee an 06:11 Uhr  
       
Titisee ab 06:30 Uhr RB 17293
Seebrugg an 06:58 Uhr  

Der Anfang war ja schon mal gut. Kurz bevor ich das Haus verließ, schaute ich noch nach, wie es denn mit Verspätungen aussieht. Zu dem Zeitpunkt war nichts angekündigt. Etwa 10 bis 15 Minuten später kam ich am Bahnhof an und die Anzeige verhöhnte mich mit 60 Minuten Verspätung....

Das war aber nicht schlimm, war ich doch schon schlimmeres gewohnt und das Bordbistro gab ein Gratisgetränk aus. So ging es also mit einer Stunde Verspätung und dem hintersten Wagen an der Zugspitze gen Süden. Ein schreiendes Kleinkind und ein ständig nörgelndes Ehepaar, das eigentlich im nun vordersten Wagen reserviert hatte, vermiesten mir allerdings etwas die Stimmung.

 

Bis Frankfurt (Main) Hbf, wo wir den Gegenzug, den IC 208 nach Kiel Hbf, trafen, verlief die Fahrt recht ereignislos. Immerhin standen nach Abfahrt in Frankfurt noch 40 Minuten Verspätung auf dem Konto und ich habe angefangen umzuplanen, wie ich noch relativ einfach nach Hause komme. Doch dazu später mehr.

Hinter Frankfurt konnte der IC dann richtig beschleunigen und hatte so viel Fahrzeitreserven, dass die Verspätungsminuten nur so dahinschmolzen. Mit Ankunft in Freiburg (Breisgau) Hbf waren es allerdings immer noch 7 Minuten und jeder kann erkennen, dass damit der Anschlusszug trotzdem weg war. Einen kleinen Trost gab es trotzdem: gesehen habe ich den Zug noch. Somit war das ein berühmter Sichtanschluss: gesehen aber nicht gekriegt.

Der nun weitere Verlauf war wie folgt:

Es ging mit dem IC 209 weiter nach Basel Bad Bf (an 06:09 Uhr), wo er dann auch wieder pünktlich war. Von dort ging es dann mit IRE 3041 (ab 06:35 Uhr) über Laufenburg (Baden) nach Waldshut (an 07:10 Uhr). Da dies auch nur eine halbe Stunde vom eigentlich Ziel entfernt liegt, war diese Planänderung kein Desaster, sondern eher mal eine gelungene Abwechslung von der Höllentalbahn, auch wenn man direkt in den Schülerverkehr am Hochrhein gekommen ist mit entsprechend vollen Zügen. ABER:

 

Eisenbahner genießen das leben in vollen Zügen! ;-)

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